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Und wieder ist ein Chaos Communication Congress vorbei, diesmal war es der fünfunddreißigste, bei dem sich leider schon wieder die Pforten schlossen. Beim 35C3 handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der sich mittlerweile 16.000 Besucher tummeln. Das Publikum ist so bunt gemischt, wie man es sich nur vorstellen kann, von klein bis groß, von jung bis alt, ist alles vertreten.
Was eine Besonderheit von diversen Veranstaltungen des CCC ist, sind zum einen der jeder Chaosveranstaltung zugrunde liegende Vorsatz "Be excellent to each other" und zum anderen die Tatsache, dass Chaos-Veranstaltungen hauptsächlich von sog. Engeln gewuppt werden. Bei der Anmoderation vom Abschlussvortrag wurde erzählt, dass es dieses Jahr 59 unterschiedliche Engeltypen gab. Engel sind freiwillige Helfer, die sich über eine extra für das Event aufgesetzte Internetplattform selbst organisieren und bis zum offiziellen Abschiedsvortrag waren bereits 1043 Mann- oder Frau-Tage an freiwilliger Arbeit geleistet worden und danach kommt dann auch noch der Abbau und der Abtransport der ganzen zur Messe nach Leipzig gefahrenen Materialien. Beim Material handelt es sich von den Sofas und Hängematten, über Kinderspielzeug im Großpack, bis hin zur ganzen Technik und Deko...eben einfach alles, was von den unterschiedlichsten Orten angefahren wurde.
Ich selbst hab mich auch auf diesem Kongress wieder als Engel ein wenig verdient gemacht und dabei geholfen, dass Daheimgebliebene auch eine Chance haben, die Vorträge miterleben zu können. Wer sich für die Vorträge interessiert kann sich ja mal auf media.ccc.de ein wenig umschauen.

Was über den kompletten Kongress verteilt wurde, waren Sticker mit den beiden Hash-Tags #StillDearlyMissed sowie #FindArjen und in der großen Eingangshalle hingen auf beiden Seiten an den Treppenaufgängen große Banner. Es handelt sich dabei um den Hilferuf von Freunden und Bekannten, damit das Verschwinden von Arjen Kamphuis im August 2018 nicht in Vergessenheit gerät und die Hoffnung, dass er doch wieder auftaucht, nicht begraben ist. Mit Hilfe der Sticker soll der Aufruf, bei der Suche zu helfen, vom 35C3 aus in alle Welt verteilt werden.
Arjen ist IT Sicherheitsspezialist und seine Nähe zu WikiLeaks lässt eben nach den ganzen Repressionen gegen Assange, Snowden, Bradley/Chelsea Manning und deren Unterstützer auch gewisse Verschwörungstheorien aufflammen. Wer mehr drüber lesen möchte kann sich einen Artikel aus der Welt, einen Bericht seines Hackertreffs in den Niederlanden und diesen englischsprachigen Artikel vom Guardian mal anschauen.

Interessant fand ich Twitter Diskussionen, wo sich Pressemenschen in ihrer Pressefreiheit eingeschränkt fühlten und uns deshalb sogar mit Nordkorea verglichen haben. Bei uns hat die Presse nun einmal nicht den sonst gerne üblichen Vorrang vorm Programm und es gibt auch für die Presse keine Ausnahmen bezüglich dem Filmen des Publikums. Wir lieben unsere Privatsphäre und wissen was technisch bezüglich Datendiebstahl möglich ist und bei den Aufnahmen beginnt das schon bei Fingerabdrücken (23C3 Hacking fingerprint recognition systems - Kann ich dir ein Bier ausgeben? und 24C3 Meine Finger gehören mir - Die nächste Stufe der biometrischen Vollerfassung), geht mit Iriserkennung (Die Sendung mit dem Chaos - Iris-Scanner im Samsung Galaxy S8 im Mai 2017 kurz nach erscheinen des Samsung Galaxy S8) weiter und wird wohl bei Venenerkennung (Talk beim 35C3) nicht enden.
Bildgebende Presse darf auf dem Kongress ausschließlich in Begleitung von Presseengeln durch die Hallen streifen. Bei den Aufnahmen wird peinlichst darauf geachtet, dass niemand, der es nicht möchte im Bild ist. Auf Chaosveranstaltungen ist es nun mal nicht gang und gäbe, dass sich die Menschen wild winkend vor die Kamera stürzen um hinterher mit "ich war im Fernsehen" rumproleten zu können. Ich mag gar nicht bestreiten, dass es Journalisten gibt, die sich an die Anweisungen halten, jedoch ist das allgemeine Verhalten der Presse nicht so zurückhaltend wie es von der Community gerne gesehen wird und genau deshalb werden eben vorsorglich Presseengel mit allen Journalisten, die bildgebendes Material veröffentlichen mitgeschickt.
Wir haben leider auch schon deutlich andere Erfahrungen gemacht und sogar bereits erlebt, dass Leute von der Presse meinten sich einfach selbständig an unseren Kamerapodesten zu schaffen machen anstatt sich über die Presseengel mit den AV-Technikengeln in Verbindung zu setzen, damit diese dann schauen welche Möglichkeiten der Presse geboten werden können. Liebe Presse, hier müsst ihr mit uns auch etwas mehr Geduld haben als mit anderen Veranstaltern, bei uns ist es eben eine selbstorganisierte Veranstaltung, heißt auch die AV-Technikengel machen ihren Job unentgeltlich und freiwillig und setzen eben die Priorität im reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, was bedeutet, zuerst wird der Speaker technisch betreut, Headsetmikrofon angelegt und Laptop angeschlossen und erst dann kommt die Presse.
Und ja, es werden auf dem Kongress Aufzeichnungen von fast allen Talks gemacht. Damit sind die Vorträge nicht nur dem Publikum vor Ort zugänglich, denn auch hier kann es Engpässe geben, wenn uns die Sitzplätze im Saal ausgehen und im Rahmen des rechtlich möglichen (gibt ja auch noch so Themen wie Copyright oder Sendelizenzen) wollen wir uns selbst eben auch an den Grundsatz "Alle Informationen müssen frei sein" der Hackerethik halten.

Wenn man bedenkt, dass das Programm über die Bereich Technik, Soziales, Netzpolitisches bis hin zu Unterhaltung hinweg gestreut ist, was man auch am Fahrplan der Veranstaltung erkennen kann, dann finde ich es immer wieder beeindruckend, welch schlechten Ruf Hacker haben. Leute, glaubt mir, Hacker haben eine Ethik und so lange sie diese befolgen gehören sie zu den Guten!
Wer sich nicht an diese Ethik hält und gesetzliche Grenzen überschreitet ist ganz einfach ein Krimineller.
Und wenn in den Nachrichten von Hackerangriffen gesprochen wird, schaut bitte genau hin, nicht jeder sogenannte Hackerangriff ist wirklich ein Angriff. Teilweise kommt es durch unzureichende Sicherheit seitens der Betreiber zustande, wenn altbekannte Sicherheitslücken nicht durch Updates geschlossen werden oder die Portale schlampig programmiert sind, dazu kommt dann gerne auch noch die Faulheit von Benutzern (Verwendung eines Passworts für alle Accounts, das man möglicherweise nicht einmal geheim hält oder Deaktivierung von zwei Faktor Authorisierung) oder Neugierde (ich wollte doch wissen, was ... mir geschickt hat, obwohl ich nichts bestellt habe) oder Unachtsamkeit (Mist jetzt hab ich schneller auf Öffnen des Anhangs geklickt, als nachgedacht und die Mail sicherheitshalber gelöscht) als Ursache für Datenreichtum in Frage. Wer grob fahrlässig seinen Wohnungschlüssel unter der Fußmatte vor der Wohnung ablegt, der darf sich auch nicht wundern, wenn die Bude ausgeräumt wird, da sagt dann auch die Versicherung "Sorry, da war die Wohnung nicht ordnungsgemäß abgesichert" und man bleibt auf seinem Schaden sitzen und da kann man dann auch nicht wirklich den Einbrecher für den Verlust an Material verantwortlich machen sondern muss sich an die eigene Nase packen.
Bitte tut einander den Gefallen und zeigt nicht immer alle zuerst mit dem Finger auf andere. Schaut auch selbst ein wenig, wo und wie ihr eure Daten schützen könnt und wo ihr vielleicht bisher zu fahrlässig mit euren persönlichen Daten umgegangen seid. Also ändert Euer Verhalten entsprechend. Der gegen Datenschutz gerne zitierte Spruch "ich hab doch nichts zu verbergen" wird wenn es dann um den Kontostand, das Gehalt oder gar die Krankheitsgeschichte einer Person geht, dann doch gerne mal überdacht. Also überdenkt eure Einstellung und euer Handeln!

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Schee wars!

Gestern Abend hat es uns nach langer Zeit wieder nach Schönau im Odenwald verschlagen. Vor kurzem hatten wir überlegt, zu gucken, was The Green Shamrock macht, da wir wieder Lust auf einen Abend mit toller Musik hatten. Wie es der Zufall will, bekamen wir von der Kulturbrücke e.V. eine Mail mit der Ankündigung, dass The Green Shamrock wieder im Gewölbekeller des Pfälzer Hofs auftritt und haben die Chance sofort ergriffen und uns Karten reservieren lassen.

Schon der Weg nach Schönau förderte die positive Stimmung auf den bevorstehenden Abend, da das Städtchen Dilsberg im Sonnenuntergang ein tolles Bild abgab. Wie immer können Fotos nur einen Teil der Realtät wiedergeben, aber ein wenig kann man es schon sehen.

Ein Konzert im Pfälzer Hof ist nicht vergleichbar mit Konzerten auf großen Bühnen. Alles ist sehr familiär und sehr gemütlich! Der Gewölbekeller, auch Bärenhöhle genannt, ist kein Konzertsaal, sondern ein stimmungsvoller und uriger Raum, der für Irish Folk und andere stimmungsvolle Konzerte perfekt ist! Man hat einen sehr direkten Kontakt zu den Künstlern, wie es auf großen Bühnen gar nicht möglich ist.

The Green Shamrock hat sich, seit unserem letzten Besuch. neu formiert. Mittlerweile besteht die Gruppe aus vier Künstlern mit einem ständigen Gastsänger. Die Neuformierung brachte auch viele neue Instrumente, wodurch die Musik noch vielseitiger wurde.

Wir wurden gestern Abend über zwei Stunden hervorragend unterhalten und hatten viel Spaß! Der Kontrast der Stimmen ist großartig, von kräftig bis fein kann die Gruppe alles abdecken. Man merkt, dass die Künstler Spaß an ihrer Musik haben!

Wir können uns hier nur noch mal wiederholen: Danke an The Green Shamrock und die Kulturbrücke e.V. für den tollen Abend!

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Nachdem wir erfahren hatten, dass das Schloss in Heidelberg aktuell ohne Gerüst zu sehen ist, haben wir den Feiertag kurzfristig für einen Ausflug dorthin genutzt. Da wir nicht sicher waren, wie sich das Wetter heute entwickeln wird und es bei der Anfahrt gerade bewölkt, aber trotzdem ausreichend hell für Teleaufnahmen war, sind wir erst einmal zur Thingstätte hoch um vom dort in der Nähe liegenden Aussichtspunkt das Schloss zu fotografieren.

Danach ging es dann in die Stadt zum Mittagessen ins Urban Kitchen. Das Lokal liegt im Alten Hallenbad und ist sehr urig. Das Essen ist natürlich auch zu empfehlen, wir waren auf jeden Fall sehr zufrieden!

Den Nachmittag verbrachten wir dann bei einem Spaziergang durch die Stadt, um zum Sonnenuntergang noch eimal das Schloss zu fotografieren.

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Auf dem Nachhauseweg konnten wir heute die Landung eines Heißluftballons mit ungewöhnlicher Form beobachten. Aus der Ferne dachten wir zuerst, es wäre ein Zeppelin, der da den Flugplatz ansteuert, aber näher dran, konnte man dann den Brenner sehen.

Der Heißluftballon hatte einen Propeller und fast schon ein richtiges Cockpit. Am Boden angekommen, wurde dann im Heckbereich der Ballon geöffnet, die heiße Luft entwich und der Ballon fiel erstaunlich schnell in sich zusammen. Aufgrund der Form sah das schon beeindruckend aus.

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