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Auf Twitter gibt es ja sogenannte "Hashtags" (sprich "Häschtääcks") womit im Endeffekt besonders hervorgehobene Begriffe - gerne auch in Form von Abkürzungen - gemeint sind. Diese Hashtags beginnen mit dem Hash, zu deutsch auch ab und an als Rautezeichen # benannt. Das "Tag" aus Hashtag wird wörtlich mit Etikett, Markierung, Schild, Marke, Anhänger übersetzt und ist im Endeffekt der Wort- oder Abkürzungsteil des Hashtags.

Der Hashtag #GPN19 steht nun für die 19. Gulaschprogrammiernacht, die dieses Jahr vom 30.05.-02.06. in den Räumlichkeiten von ZKM und HfG in Karlsruhe stattfindet. Es ist eine recht bunte Veranstaltung, die dieses Jahr unter dem Motto "Error 451 - Unavailable for legal reasons" steht und tatsächlich ein offizieller HTTP-Statuscode ist. Error 451 ist im Endeffekt der Verbot des Aufrufs der Webseite, die man da gerade ansehen wollte und zwar auf Grund von gesetzlichen Bestimmungen und dazu zählen Copyrightverletzungen oder auch Zensur.

Jetzt mag man sich überlegen, ob dies möglicherweise eine Reaktion auf die gerade stattgefundene Wahl verursacht hat. Im Zusammenhang mit der Wahl hat das Youtubevideo von Rezo Die Zerstörung der CDU ja nun einmal die Reaktionen von Politikern hervorgerufen und aus Richtung CDU wurde daraufhin die Einschränkung der Meinungsfreiheit gefordert, um diese Aussagen direkt im Anschluss wieder zurück zu ziehen. Diese Forderungen müssen mit dem Wort Zensur übersetzt werden, denn alles andere ist Augenwischerei.
Schaut man sich aber bei Wikipedia das Uploaddatum (11.04.2019) des Plakates für die GPN19 an, dann stellt man fest, dass dieses bereits Anfang April online war und damit wohl eher seinen Bezug auf Artikel 13 hat, der zumindest wie Martin Sonneborn am 13.02.2019 twitterte im EU-Parlament angenommen wurde. Bei dem Artikel 13 handelt es sich um einen Passus im Urheberrecht, welcher besagt, dass die Anbieter von Plattformen im Internet dafür verantwortlich sind, dass auf ihren Plattformen keine Dinge, Daten, Texte, Lieder, Filme, ... veröffentlicht werden mit denen Urheberrechtsverletzungen begangen werden. Stichwort: Privatisierung der Rechtedurchsetzung. Leicht überspitzt übersetzt heißt das, dass die Plattformen, um nicht in Konflikt mit dem Gesetz zu kommen, wohl sogenannte Uploadfilter installieren müssen, was dann eben mit Zensur gleichzusetzen ist. Aktuell sind sich viele Technikspezialisten nämlich einig, dass es derzeit keine klare Definition für diese Uploadfilter geben kann, da diese z.B. weder Satire noch Ironie und noch nicht einmal Zitate eindeutig identifizieren können. Dies wird wohl dazu führen, dass die Filter übers Ziel hinaus schießen werden und eher deutlich zu viel, als ein klein wenig zu wenig blockieren werden.

Das Thema Urheberrecht, Quellenangaben oder Verwendung von Material in Vorträgen, dass nicht entsprechend freigegeben ist, hat neben dem Wunsch des Speakers, nicht veröffentlicht zu werden, auch schon das eine oder andere Mal dazu geführt, dass Vorträge auf Chaosevents gar nicht online gestellt wurden oder eben nur im Livestream zu sehen waren.
Für die Aufzeichnungen auf den Chaosevents zeichnet sich das C3VOC zuständig. C3 steht für Chaos Computer Club und VOC steht für Video Operation Center. Mit OC, also Operation Center enden bei Chaosevents diverse Teams. POC ist für die Telefoninfrastruktur zuständig, NOC für das Netzwerk und mittlerweile gibt es auch noch ein OC für die Herstellung von Waffeln, es schreibt sich WOC. Da erstaunlicherweise wohl tatsächlich immer mal wieder im VOC nach Vaffeln und im WOC nach Wideo gefragt wird, wurden dann im Lauf des Tages entsprechende Infoplakate gedruckt und am jeweiligen Standort des zum Buchstaben passenden OC aufgehängt. Manchmal muss man einfach mit dem ganzen Gartenzaun winken, da reicht ein Zaunpfahl schon nimmer aus und so lange man sich selbst nicht zu ernst nimmt, kann denke ich jeder drüber lachen und die Nachfragen nach Video beim WOC und nach Waffeln beim VOC sollte mit einem Schmunzeln über die Schilder nun auch nachlassen.

Da auf Chaosveranstaltungen das Fotografieren grundsätzlich nicht gerne gesehen wird und einem durch die EUDSGVO da mittlerweile noch mehr an die Karre gefahren werden kann, gibts wieder mal nur ein Bild von nem Plakat oder so. ;-)

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Heute bin ich noch einmal zum Rauhwiesensee bei Sinsheim gefahren, da wir dort vor ein paar Tagen eine Menge Kröten gesehen hatten. Leider waren davon heute nicht mehr so viele zu finden. Trotzdem konnte ich ein paar Aufnahmen machen.

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Diesmal melde ich, Saskia, mich mal explizit zu Wort.

Es gibt ein etwa 55 minütiges Video von einem jungen Mann, der als sog. Youtuber eine erstaunliche Reichweite hat. Er hat über achthunderttausend Abonnenten und das Video, das er gedreht hat, hat er am 18.05.2019 online gestellt und das hat heute am 25.05.2019 einen Tag vor der Europawahl tatsächlich über zehn Millionen - in Zahlen 10.000.000 - Aufrufe. Der Titel des Videos lautet Die Zerstörung der CDU und ist somit provokant, reißerisch gewählt, aber er will damit auch aufrütteln und das ist wirklich wichtig.

Es gibt eine schöne Redensart "getroffene Hunde bellen" und die hat hier vor allem auf Twitter und sogar bis in die Medien für alte Leute - wie Druckmedien und Television - Wellen geschlagen. Was dabei allerdings auffiel ist, dass er mit Anschuldigungen überschüttet wurde. Er habe aus dem Kontext gerissen, er verbreite Unwahrheiten, ... aber alles wofür er angeprangert wurde, wurde offen gelassen. Keiner seiner verbalen Kontrahenten hat es gewagt auch nur einen Punkt konkret zu benennen, den Rezo bei seinem Aufklärungsvideo für die junge Generation falsch recherchiert oder interpretiert hätte. Bei einigen der Interviews, Artikel und Reportagen merkt man sehr deutlich, dass diejenigen, die sich da zu Wort melden keine 55 Minuten mit dem Video verbracht haben und sich auch nicht die Mühe gemacht haben, auch nur eine einzige seiner Quelle zu kontrollieren.

Er hat sauber recherchiert.
Er hat seine Quellen auf über 12 Seiten dokumentiert.
Er hat entsprechende Zustimmung erhalten.

Ein Statement von 90+ Youtubern zeigt, dass er nicht der einzige junge Mensch ist, der die Ansicht vertritt, dass sich etwas ändern muss.

Seine saubere Recherche wurde in Form von diversen Faktencheckvideos bestätigt, so zum Beispiel auch im Faktencheck der Wissenschaftsjournalistin und Doktorin der Chemie Mai Thi Nguyen-Kim in ihrem Youtube-Kanal maiLab. Bei Rezo wissenschaftlich geprüft ist nicht nur die Chemikerin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim damit beschäftigt, die Fakten und Hintergründe zu den im Video geäußerten Fakten zum Thema Klimawandel zu erklären, sondern sie hat sich auch den bekannten Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen eingeladen, der erklärt, wie sich der Klimawandel auch auf uns Menschen auswirkt.

Mittlerweile hat die CDU, die im Video sehr schlecht weg kam, eine Gegendarstellung herausgebracht. Diese Gegendarstellung der CDU wird in diesem FUNK Video fachgerecht zerlegt und aufgezeigt, wo Zitate nicht als solche gekennzeichnet und auch noch aus dem eigentlichen Zusammenhang gerissen wurden. Unsaubere Arbeit, Fehlinformation und aus dem eigentlichen Zusammenhang gerissene Fakten sind das, was die CDU Rezo vorwirft, hier aber selbst fast schon perfektioniert abgeliefert hat.

Daher meine Bitte an alle, die jetzt so kurz vor der Wahl noch unentschlossen sind, schaut Euch die Videos an, denkt mal über die Zukunft nach und zwar nicht nur über eure persönliche Zukunft, sondern auch über die Eurer Kinder und Kindeskinder und in was für einer Welt diese irgendwann einmal leben müssen.

Es ist schade, dass Fridays for Future von unseren Politikern so runtergemacht wird, denn mit Fridays for Future macht die junge Generation genau das, was sinnvoll und wichtig ist. Sie rüttelt auf. Sie geht auf die Straße und nimmt ihre diversen Grundrechte in Anspruch, sie äußern frei ihre Meinung, dass die Politik mit ihren rein auf Wirtschaftlichkeit geprägten Entscheidungen nicht annähernd ausreichend an die Zukunft unserer Erde denkt. Fridays for Future zeigt auf, dass sie auch noch eine Erde haben wollen, auf der man leben kann. Fridays for Future hat im Bezug auf die Europawahl nur ein Problem, die allermeisten dieser jungen Menschen in unserem Land sind einfach zu jung. Sie sind noch nicht wahlberechtigt und dadurch sieht die Politik in ihnen keine Gefahr. Die Politiker belächeln die Jugendlichen und werfen ihnen vor, nur deshalb jeden Freitag auf die Straße zu gehen, um zu schwänzen. Allerdings belegen die Fridays for Future Demos an Feiertagen oder in den Ferien mittlerweile, dass die Jugendlichen auch dann auf die Straße gehen um genau das zu zeigen, es geht ihnen um ihre Zukunft und nicht um nen halben Tag frei. Wenn man das eine oder andere Interview mit Jugendlichen in der Richtung schon mal angehört hat, bekommt man sogar mit, dass in diversen Fällen noch nicht einmal Unterricht ausfällt. Auch unsere Bildung ist dem Rotstift bei der Finanzierung in der Politik dermaßen zum Opfer gefallen, dass für manche Klassen noch nicht einmal mehr 5 Tage Schule die Woche gewährleistet werden können und die eine oder andere Schule die Viertagewoche wohl auch so organisiert, dass die Schüler am Freitag frei haben.

Ich hoffe inständig, dass viele viele Erstwähler sich nicht von ihren Eltern beeinflussen lassen und die sogenannten etablierten Parteien wählen, weil alles andere ja unsinnig wäre.
Ich hoffe inständig, dass ein Ruck durch unser Land geht und die Erstwähler den Letztwählern klar machen können, dass sie mit der Wahl der etablierten Parteien leider ihre Zukunft zerstören.
Ich hoffe inständig, dass diese Videos und die Parteienvielfalt bei uns dazu führen, den etablierten Parteien ohne Rechtsruck zu zeigen, dass sich etwas verändern muss.
Ich hoffe inständig, dass wir genug Leute zusammen bekommen, die so wählen, dass die etablierten Parteien nach der Wahl nicht wieder an die Macht kommen können um sich dann noch stärker darum zu kümmern unsere Demokratie zu zerstören, verfassungswidrige Gesetze zu erlassen oder unsere Freiheit zu beschneiden indem Überwachung und Zensur noch stärker zum Einsatz kommen.

Heute habe ich durch Zufall gesehen, wie sich ein Wassertropfen auf einem Blatt der Kapuzinerkresse, verursacht durch den Wind,  hin- und herbewegte. Als ich die Kamera soweit hatte, war der Wassertropfen zum Glück noch an Ort und Stelle, so dass ich ein paar Fotos machen konnte.

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