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Heute waren wir wieder einmal ein wenig in Backnang unterwegs. Dort fand die Veranstaltung Tulpenfrühling statt. Im letzten Jahr waren wir auch schon dort und fanden es sehr nett. Backnang ist aber auch ohne bunte Blumen schon sehr sehenswert! Aktuell feiert Backnang übrigens sein 950-jähriges Bestehen.

Heute war auch deutlich mehr los, dafür musste man die Tulpen, obwohl es laut Internet mehr als letztes Jahr waren, doch eher suchen. Aber als Ersatz gab es viele bunte Stiefmütterchen. Für Farbe war also gesorgt.

Wir sind dann gemütlich durch die Straßen gebummelt und haben wieder sehr gut und lecker im Asia Bao Ngoc gegessen. Das Lokal sieht von außen zwar eher mau aus, aber davon darf man sich nicht täuschen lassen! Es ist definitiv zu empfehlen!

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Nun, ist es schon etwa einen Monat her, dass der 33. Chaos Communication Congress im CCH in Hamburg stattgefunden hat und noch immer bewegen mich die Eindrücke vom Kongress und es fällt mir schwer, das Erlebte in Worte zu fassen.

Der Kongress fand vom 27.-30.12.2016 unter dem Motto works for me statt und war mit hammermäßigen 12.000 verkauften Tickets sowas von ratzfatz ausverkauft, wie man es sich fast nicht vorstellen kann und auch wenn hinter der Veranstaltung richtige Techies stehen, so sind die Server beim Ansturm auf die Tickets tatsächlich zeitweise ein wenig in die Knie gegangen.

Eintönigkeit? Fehlanzeige!

Wie schon in den vergangenen Jahren war die gebotene Vielfalt wirklich überwältigend.

Analoge und digitale Technik gehen Hand in Hand und so durfte ich auch ein paar "Faser-Nerdinnen" kennenlernen, die sich den Spruch FIBER STATT CYBER von nem Sticker zweckentfremdet haben und kurzerhand mit Hilfe eines CAD-Zeichenprogramms, 3D-Druckern und chinesischen Essstäbchen ein paar Handspindeln mit Logo zurechtgebastelt hatten. Mit ein wenig Gaffatape wurde dann die Feinjustierung der Schwungscheibe auf dem Stab durchgeführt. Beim Anspinnen der mitgebrachten kardierten Wolle meinten Sie dann "works for me", auch wenn die Spindeln nicht zu 100% rund und superlange liefen. Und so zog sich das Motto des Kongresses irgendwie durch die komplette Veranstaltung, immer wieder durfte man "works for me" hören.

Es gab wieder eine enorme Menge an Vorträgen und Workshops und auch die diversen Anlaufstellen rund herum, von Kaffee-Nerds bis Kidspace, von Erfas bis Infostände von technischen bis zu sozialen Themen zeigten wieder ein gewaltiges Spektrum auf. Sehr viele der Vorträge, die auf dem Kongress auch einfach Talks genannt werden, werden damit sie einem noch breiteren Publikum zur Verfügung stehen auch simultanübersetzt und mit Untertiteln versehen.

Beim Kongress werden fast alle Vorträge live gestreamt und mitgeschnitten. Es gibt nur wenige Ausnahmen und die kommen nur dadurch zustande, dass Konflikte bei der Veröffentlichung zwischen den einzelnen Lizenzen und dem Thema Urheberrecht aufkommen könnten und um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden wurde eben z.B. auch ein Theaterstück weder gestreamt noch nachträglich veröffentlicht.
Vom 33C3 gibt es insgesamt 167 Mitschnitte, wobei 20 auf das Sendezentrum entfallen und die restlichen 147 von den Talks aus den Sälen 1, 2, 6 und G stammen. Wo Simultanübersetzungen vorhanden sind, können diese auch auf dem Videostream ausgewählt werden und auch Untertitel, auf media.ccc.de mit Subtitle bezeichnet, sind für einige Videostreams bereits verfügbar.

Die Kultvorträge

Es gibt einige Talks, die haben mittlerweile schon Kult-Charakter gewonnen und haben dementsprechend auch ein entsprechend großes Publikum:

Zwei Veranstaltungen davon beginnen nach 0:00 Uhr und sie füllen sowohl den Saal in dem sie stattfinden, als auch weitgehend einen zweiten großen Saal in dem dann der Livestream des Talks läuft. Das sind der Fnord-Jahresrückblick und Methodisch inkorrekt.
Auf Grund von Sicherheitsbestimmungen wurden die Jungs von Methodisch Inkorrekt in Saal G verfrachtet, denn diverse Dinge, die die Jungs in ihren Physik-Experimenten nutzen "gehen nicht in Saal 1". Sowas wie Wunderkerzen, flüssiger Stickstoff und diverse andere Spielereien sind eben für Saal 1, dessen Unterkonstruktion der Bühne oder dessen Vorhänge mit einem gewissen Risikofaktor behaftet. Daher freuten sich die Beiden, dass sie wenigstens mit der 33C3 Closing Ceremony dann doch noch in Saal 1 durften um einen Talk abzuhalten. Man muss ihnen da zu einem wirklich richtig gelungenen Abschluss gratulieren. Wer im Saal war, merkte wie viel Emotionen bei der Verabschiedung vom CCH und seinem Technikteam mitschwangen, denn das CCH wird renoviert und die Zukunft des Kongresses ist derzeit noch etwas ungewiss. Die Beiden haben die Einzigartigkeit des Kongresses richtig toll hervorgehoben, die Spannbreite umfasst Themen wie Videostreaming, Kinderbetreuung, Chaos macht Schule, der Wettkampf der Hackerbrausen zwischen Club-Mate und Flora Power, dem enormen sozialen Engagement von Teilnehmern, Engeln und Besuchern, vom tollen Miteinander und die gigantische Leistung in den Bereichen Netzwerk, Telekommunikation und Logistik wurden entsprechend bewundert.

Der Kongress in Wort und Tat

Was mich immer wieder begeistert ist das Kongress-Publikum. Gefühlt es ist deutlich bunter gemischt, als im normalen Alltag, jeder ist so, wie er sein will und darf auch so sein, egal welches Geschlecht und Alter, der Kongress bietet für alle etwas. Manchmal hat man das Gefühl, dass auf dem Kongress viele Menschen tatsächlich ihr wahres ich leben, während sie sich im normalen Alltag außerhalb, dann doch den üblichen Normen unterwerfen.

  • Es gibt Uni-Sex-Toiletten, mit und ohne Pissoir.
  • Es gibt WLAN-Empfangsbewertungen an den Türen zu den Toiletten.
  • Es gibt aufm Kongress ein eigenes Telefonnetz, mit Telefonnummern, die intern 3 und 4 stellig sind und extern eine Hamburger Telefonnummer ergeben, das ganze ist zusammengewürfelt aus dem was man selbst nutzen möchte, ein normales DECT-Telefon ist genau so möglich wie der Verwendung einer eventphone-SIM-Karte im eigens für den Kongress im CCH aufgespannte GSM-Netz oder mit einer SIP-App am Smartphone übers WLAN.
  • Es gibt im kompletten CCH frei nutzbares WLAN.
  • Es gibt Kinderbetreuung und für den Notfall sind manche der Zwerge mit nem Streifen Malerkrepp und der Handy-Nummer der Eltern aufm Rücken beklebt, so dass wenn sie mal ausbüchsen und alleine raus wollen, die Türsteher die Zwerge kurzfristig aufhalten und die Eltern anrufen können, denn im Getümmel mit 12.000 Besuchern ist es ne Kunst auf die Zwerge aufzupassen und trotzdem gehen sie gefühlt deutlich seltener verloren, als im Supermarkt um die Ecke, denn irgendwie hat gerade auf die Kleinsten jeder ein Auge.
  • Es gibt ein Rohrpostsystem namens Seidenstraße und es wurde bei diesem Kongress sogar mit richtigen "Seidestraße-Routern" versehen und nochmals massiv ausgebaut.
  • Es gibt viel viel Technik zu sehen, zu bestaunen und auszuprobieren.
  • Es gibt tolle Projekte, so dass man sogar die Chance hatte, gegen einen Roboter Tic Tac Toe zu spielen oder sich 3D-Scannen zu lassen.
  • Es gibt kleine und große, junge und alte "Spielkinder".
  • Es gibt genau so Informationen über Überwachung, wie über Netzneutralität, sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz oder in Österreich, es gibt Vorträge über Frag oder mittlerweile sogar Verklag den Staat, genau so wie die Lightning Talks, wo innerhalb von 5 Minuten mit Countdown diverse Projekte vorgestellt werden, von nem "kleinen" Hackerkongress aufm Balkan über Emissions-Messung in Stuttgart mit nem Selbstbausatz unter 40 Euro, bis hin zum Open Software Song.
  • Es gibt so viele, die auf ihre Projekte angesprochen freudig Auskunft geben und wenn sie merken, auf Grund dessen, dass sie so richtig tief in die Materie eingetaucht sind versteht ihr Gegenüber nur noch Bahnhof, schrauben sie sich so weit runter, dass der Gegenüber wieder mitkommt und das Projekt erfassen kann.
  • Es gibt Junghacker und alte Hasen und sie kommen blendend miteinander aus, denn sie verbindet ist die Begeisterung für Technik.
  • Es geht um den spielerischen, neugierigen, verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Umwelt und der Technik.
  • Es geht darum die Umwelt zu erfahren und zu hinterfragen.
  • Es geht darum Technik zu erleben und die Möglichkeiten dahinter zu entdecken.
  • Es geht darum zu zerlegen, neu zusammenzubauen, umzufunktionieren, zu spielen, zu probieren und dann eine neue Funktionsweise hervorzubringen oder alte unerwünschte Funktionsweisen zu unterbinden.
  • Es geht um Verständnis, das verstehen von Zusammenhängen, um Logik, Soziales, Politisches und Technik.
Erkenntnisgewinn wiegt mehr als Schadensverursachung. Datenschutz und Datensicherheit wiegt mehr als Überwachung. Offenheit wiegt mehr als Kapselung und trotzdem sind Verschlüsselung und Entschlüsselung von Hard- und Software wichtige Themen.

Der Kongress ist eine Materialschlacht sowohl was die Technik als auch die Versorgung des Publikums und der Helfer anbelangt.

Hilfe im Hintergrund - die Engel

Wer einmal tiefer in die Geschehnisse aufm Kongress eintauchen will, dem kann ich nur ans Herz legen, beim Kongress zu engeln. Als Engel werden innerhalb des Kongresses die freiwilligen Helfer bezeichnet, die nachdem sie wie ein normaler Besucher auch ihren Eintritt gezahlt haben, sich freiwillig als Helfer einbringen und sogar zum Großteil selbst organisieren. Beim 33C3 gab es 3.000 Voranmeldungen, wobei sich 2.500 aktive Engel dann anwesend gemeldet und ihre Schichten durchgezogen haben. Die Organisation der ganzen Engel läuft fast ausschließlich über das Engelsystem. Die Aufteilung in Schichten mit Schichtplänen, aufgeteilt nach diversen Engeltypen, die je nach Qualifikation unterschiedliche Aufgaben erfüllen durften - meist reichte die Anwesenheit bei der entsprechenden Einweisung mit darauf folgendem Freischalten - alles läuft über diese freie Software, die bei diversen CCC-Veranstaltungen genutzt wird und wo sich die Helfer selbst in "ihre" Schichten eintragen können. Wo in Betrieben die Schichtplanung durch die Vorgesetzten stattfindet und bei Ausfall einzelner das Chaos ausbricht, ist das Engelsystem so, dass durch das freiwillige Eintragen oder rechtzeitige Austragen bei nicht können, fast immer alle Schichten vollständig belegt sind. Ist mal eine Schicht nicht vollständig belegt finden sich im "Himmel", dem Rückzugsort für die Engel in ihrer Freizeit, kurzfristig ausreichend Engel, die mal schnell einspringen. Dokumentiert waren zur Closing Ceremony ca. 13,6 Frau-/Mann-Jahre an freiwillig geleisteter Arbeit nur für den 33C3. Allerdings gibt es da noch eine gewisse Dunkelziffer, denn der Großteil der Planung läuft am Engelsystem vorbei, einige helfen ohne offizielle Engel zu sein, indem sie beim Verlassen eines Saales nicht nur den eigenen Müll, sondern auch den von ein paar einzelnen unaufmerksamen mitehmen und auch der Abbau zählte noch nicht zur bereits geleisteten Arbeit.

Eine Utopie?

Würden wir alle ein wenig mehr miteinander statt gegeneinander arbeiten, Neid und Habgier außen vor lassen und die etwas schlechter gestellten besser unterstützen und mehr Toleranz dem Individuum gegenüber walten lassen - in was für einer tollen Welt könnten wir leben?!

 

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Was für ein großartiger Abend in der Kilianskirche Heilbronn! Giora Feidman spielte erneut mit dem Rastrelli Cello Quartett ein sensationelles Konzert. Die Besonderheit diesmal, es wurden Die Beatles mit ihrer Musik präsentiert.Wie auch bei den letzten Konzerten, beeindruckte Feidman mit seiner tollen Spielweise und man sah wieder allen Künstlern ihre Freude an der Musik an.

Als Besonderheit trat dann auch noch das Jerusalem Duo mit zwei Stücken auf und zeigte ein tolles, sehr gefühlvolles Spiel mit Harfe und Sopransaxophon. Zum Ende gab es dann noch als Zugabe Hey Jude, bei der alle gemeinsam auftraten und einer der Cellisten sein Instrument gegen eine E-Gitarre tauschte.

Die Akustik der Kilianskirche war wirklich gut. Ein wenig klingen die Geräusche der Straßenbahn und der Kirchenglocke durch, aber das ist verschmerzbar. Die Temperatur in der Kirche war gestern angenehm. Wir hatten damit gerechnet, dass es wesentlich kälter sein wird.

Einziger Negativpunkt waren die Smartphonebenutzer, die sich mit ihren Geräten nicht auseinandersetzen und die superhelle Blitz-LED dauerhaft eingeschaltet lassen. Davon war nicht nur Giora Feidman genervt. Leider hat die Dame, die hier besonders negativ auffiel, es nicht einmal bemerkt, als sie von Feidman persönlich darauf angesprochen wurde.

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